Pressemitteilung Projekt FILIA

Passgenaue Unterstützung für 300 geflüchtete Frauen auf dem Weg in Ausbildung und Beruf: Projekt FilIA (, Frauen in Leben, Integration und Arbeit‘) startet mit Auftaktveranstaltung am 15.11.2018

Von 10.00 bis 11.30 Uhr findet im FiLIA Projektbüro, Rheinische Str. 171,  die Auftaktveranstaltung des neuen Projektes FiLIA - ,Frauen in Leben, Integration und Arbeit‘- statt. Das Projekt richtet sich an Frauen und Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund. Ziel ist es, die Frauen mit einem kultursensiblen Ansatz zu beraten und zu coachen und sie so auf ihrem Weg in Bildung und Arbeit individuell zu unterstützen.  Träger des Projektes ist der ,Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund e.V.‘ (VMDO), finanziert wird es vom Jobcenter Dortmund für drei Jahre.

Bei der Auftaktveranstaltung soll gemeinsam mit Teilnehmer*innen, Projektverantwortlichen, Mitarbeiter*innen und Vorbildern über Wege, Herausforderungen und Chancen diskutiert werden.

Doch was ist das Besondere an FiLIA? „Frauen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte sind oft sehr motiviert eine Ausbildung oder einen Job aufzunehmen, aber sie sehen sich zugleich noch größeren Hürden gegenüber als Männer mit Migrationshintergrund“, sagt Gesa Harbig, FiLIA-Projektleiterin und verantwortlich für den Bereich Flüchtlinge und Integration beim VMDO. Neben Schwierigkeiten bei Sprache, Qualifikationen und Netzwerken finden sich Frauen häufiger in Rollenkonflikten, wenn in Familie und/oder Kultur ihr Betätigungsfeld eher in Haushalt und Familie gesehen wird. Hier setzt das Projekt an und ergänzt übliche Coachings und Beratungsangebote um eine ganzheitliche, kultursensible und die besondere familiäre/kulturelle Situation der Teilnehmerinnen einbeziehende Beratung.
Ein solch umfassender Ansatz ist wichtig, um die Chancen der Frauen auf Teilhabe an Bildung und Arbeit nachhaltig zu verbessern. „Insbesondere geflüchtete Frauen müssen auf ihrem beruflichen Weg häufig intensiv begleitet werden. Es bedarf in vielen Fällen einer ganzheitlichen, interkulturellen und gendersensiblen Beratung, die das Jobcenter allein nicht leisten kann“, sagt Gabriele Herweg-Zaide, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Dortmund und dort verantwortlich für FiLIA.  
Hier kommt der VMDO ins Spiel: Als erfahrener Träger sozialer Projekte und Dachverband von über 60 kulturübergreifend orientierten Migrantenvereinen in Dortmund bringt er seine besondere interkulturelle Expertise ein. Projektleiterin Gesa Harbig wird von drei weiteren VMDO-Mitarbeiterinnen in FiLIA unterstützt. Neben ihrer Erfahrung in der Arbeit mit geflüchteten Frauen bringt jede der FiLIA-Mitarbeiterinnen eine eigene Migrationsgeschichte mit. Sie haben daher ein besonderes Verständnis für Sorgen und Nöte der Teilnehmerinnen und können zudem ihre Beratungen und Coachings in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Kurdisch, Rumänisch und Türkisch anbieten. Zusätzlich können bei Bedarf zahlreiche weitere Sprachen über die in den VMDO-Mitgliedsvereinen vertretenen über 100 Ethnien und Nationalitäten vermittelt werden.
 
Das Grundprinzip von FiLIA: Die Angebote werden den Lebenslagen, Bedarfen und Qualifikationsniveaus der Teilnehmerinnen individuell angepasst. Dabei kommen verschiedene Instrumente zum Einsatz wie etwa Einzel- und Gruppengespräche, Coachings, Reflexionen des familiären Kontexts, praktische Unterstützung bei der Organisation von Kinderbetreuung etc. Eine besondere Rolle spielen auch Vorbilder, also Frauen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, die ,es geschafft haben‘, die also den Weg in den Arbeitsmarkt erfolgreich gegangen sind und die Teilnehmerinnen motivieren und inspirieren können.

In der Projektlaufzeit sollen insgesamt 300 Frauen erreicht und – wo sinnvoll und nötig – auch Partner und Familien mit in die Beratung mit einbezogen werden.

 
Pressekontakt

Gesa Harbig
g.harbig@vmdo.de
Fon 0231 28676790  oder 0176 30199380

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