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Afrikanische Gemeinde in Dortmund (AfriGeDo) e.V.

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44139 Dortmund
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Gründungsjahr: 2014

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Afro Multi Kulti Dortmund AMKD e.V.

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Gründungsjahr: 2012

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Agasca e.V.

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Gründungsjahr: 2008

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

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Alevitischer Kulturverein Hagen e.V. (Demokratische Aleviten Gemeinde und Kulturzentrum Hagen)

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58097 Hagen

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Rechtsform: Verein

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

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Alevitischer Kulturverein zu Menden und Umgebung e.V.

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Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

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Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

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Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

Echo der Vielfalt

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Club Santé e.V.

InfoNews

Gründungsjahr: 2016

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Crocodile e.V.

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Erbpachtstraße 13
44287 Dortmund
 https://crocodile-ev.de/

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Gründungsjahr: 2017

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Culture Pour Tous (CPT) e.V.

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Harkortstr. 114
44225 Dortmund
 https://www.cpt-ev.org/

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Gründungsjahr: 2014

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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DADD-INITIATIVE e.V.

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Gründungsjahr: 2017

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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(DAKME)Alevitisches Kulturzentrum in Dortmund und Umgebung e.V.

Kontakt

Immermann Str. 39
44147 Dortmund
  0231 / 815443
(Mo+Fr ab 13:00 Uhr)

 0231 / 58 00 146
 vereindakme@gmail.com

Ansprechpartner
Lalis Demirbas

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Gründungsjahr: 1994

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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DedaEna e.V.

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Althoffstr. 1
44137 Dortmund
 17627069626
 info@dedaena.de
 http://www.dedaena.de/

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Gründungsjahr: 2017

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Dersim Gemeinde Bochum (Degeb) e.V.

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Gründungsjahr: 2011
Dachverband: Föderation der Dersim Gemeinden e.V.

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Dersim Gemeinde Westfalen e.V.

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Beuthstr. 21
44147 Dortmund
 0176/27270182
 dersimgemeinde@hotmail.de
 http://dersimgemeinde.de/der-verein/

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Gründungsjahr: 2005
Dachverband: Föderation der Dersimgemeinden in Europa e.V.

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Deutsch-iranische Künstlervereinigung Saba e.V.

Dohem-AHT Toplulugu e.V.

Gründungsjahr: 1980

Freier Sportverein von 1898 Dortmund e.V. „Schach“

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Blütenweg 4
44265 Dortmund
 0231/ 3951314
 http://fsv1898-dortmund.de/

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Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

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Ghana Vereinigung Dortmund e.V.

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Göllenkamp 26 c
44357 Dortmund
 0231/820639

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Gründungsjahr: 1990

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

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Ghanaians Ladies Union, Dortmund e.V.

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Alte Str. 28
44143 Dortmund
 0231/77611291
 0177 8590433
 ghanaianladiesdortmund@yahoo.de

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Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Ghanaians Emergency Union Dortmund e.V.

Guinee-Coop e.V.

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Pater -Markus-Weg 30
46240 Bottrop
 info@guinee-coop.com

Ansprechpartner
Dr. Boussourino Diallo
 01776807230

Internationales Frauencafé Dortmund e.V. (Infrado e.V.)

Kontakt

Westerbleichstr. 60
44147 Dortmund
 0231/8780953
 0177 6058885
 gcapanoglu@infrado.de
 www.infrado.de/

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Gründungsjahr: 2012

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Integrationszentrum Partner e.V.

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Friedenstraße 41-43
44139 Dortmund
 0231 952 973 0 oder 0231 95297318
 0231 952 973 29
 integrationszentrum-partner@web.de
 www.iz.partner-inform.de
 www.partner-inform.de

Gründungsjahr: 1998

KamerDo e.V.

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Jagdhausstr. 9
44225 Dortmund
 jr.cheugouepouadeu@yahoo.de

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Gründungsjahr: 1998

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Karanfil e.V.

Gründungsjahr: 2017

(Kubib) Kultur-, Bildungs- & Integrationsbrücke Dortmund e.V.

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Postfach 50 01 23
44201 Dortmund
 0231/5340232
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 boualili@web.de

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Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Kurdischer Verein Hêvî e.V.

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Gründungsjahr: 2017

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Ladies of Hope in Dortmund e.V.

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Haydnstr. 14
44147 Dortmund
 0179 7717735

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Gründungsjahr: 2017

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Nepal-Dortmund Samaj e.V.

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Mozartstr. 3a
44147 Dortmund
 0176 63708133
 rana.saud@hotmail.de
 http://www.nepalisamaj.org/

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Gründungsjahr: 2018

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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New Partnership Projekt Dortmund e.V. (NPP e.V.)

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Rennweg 9
44143 Dortmund

Ansprechpartner
Herr Vorstand Francis
Brenya Benson
 015254210284
 bensondec@outlook.com

Palästinensische Gemeinde zu Dortmund e.V.

Kontakt

Beuthstr. 21
44147 Dortmund
 info@pal-gemeinde-dortmund.de
 www.pal-gemeinde-dortmund.de/

Ansprechpartner
Herr Dr. Hisham Hammad
 0173 8585588

Ansprechpartner
Herr Vorstand
Dr. Omar Al Ghawi
 alghawiomar@hotmail.com

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Gründungsjahr: 2011

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Radio Mussidal Haalipulaar NRW e.V.

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Beuthstr. 21
44147 Dortmund
 0173 5955262
  bao@linect.de; busuriu@yahoo.de

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Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Romano Than, Haus der europäischen Roma e.V.

Gründungsjahr: 2016

Somalisch-Deutscher Verein e.V.

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Gründungsjahr: 2015

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Tamil Related Expressive Engagement - Kollektiv e.V. (T.R.E.E. - Kollektiv e.V.)

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Gründungsjahr: 2018

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

Echo der Vielfalt

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Theater Ins Moderne e.V.

Gründungsjahr: 2010

Train of Hope Dortmund e.V.

Kontakt

Oesterholzstr. 73
44145 Dortmund
 0157 89353172
 fatma@trainofhope-do.de
 www.trainofhope-do.de/

InfoNews

Gründungsjahr: 2015

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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U.R.G.A. e.V. (Union der guineischen Staatsbürger in Deutschland e.V.)

Gründungsjahr: 2014

Umweltgewerkschaft e.V.

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Auf der Altstätte 1c
44369 Dortmund
 joachimkoenen@freenet.de

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Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Unique Club Organization e.V.

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Beuthstr. 21
44147 Dortmund
 0176 / 87760127
 stl.logistics@gmx.de

Gründungsjahr: 2014

Vehist Verein zur Hilfe für Straßentiere in der Türkei e.V.

Kontakt

 0231 - 599175; 0231 - 4761068
 vehist@gmx.net
 https://www.vehist.org/

Gründungsjahr: 2007

Verein für Kulturarbeit e.V. (YAKEV)

Kontakt

Paderbornerstr. 90
44143 Dortmund
 +49 15788512341

Verein für Studien iranischer Gesellschaft und Kultur e. V.

Kontakt

Chemnitzer Str. 13
44139 Dortmund

Verein für tamilische Künstler e.V.

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Gründungsjahr: 2014

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Verein Junger Deutsch-Afrikaner e.V.

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Gründungsjahr: 2015

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Verein Kamerunischer Ingenieure und Informatiker Ruhrbezirk e.V.

Kontakt

Postfach 72 03 59
44383 Dortmund
 0176 59995909
 info@vkii-ruhrbezirk.de; vkii_ruhrbezirk@vkii.org
 www.vkii-ruhrbezirk.de/

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Gründungsjahr: 2014
Dachverband: VKII e.V.

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Verein zur Förderung des interkulturellen Elternnetzwerks e.V.

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Beuthstr. 21
44147 Dortmund
 0231 / 47 45 13 48
 0231 / 47 45 14 61

Gründungsjahr: 2010

(ViF) Verein für internationale Freundschaften e.V.

Kontakt

Flurstr. 70
44145 Dortmund
 0231/ 81 54 43
Mo + Freitag ab 13.00

 vifdo@web.de
 vifdo.wordpress.com

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Gründungsjahr: 1987

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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Volksrat der Eelam Tamilen Deutschland e. V.

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Bundesallee 160
10715 Berlin
 0157/54664497

Gründungsjahr: 2011

Wittener Institut für Interkulturelle Kompetenz (WIIK) e.V.

Kontakt

Fischertalweg 3
58455 Witten

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Gründungsjahr: 2015

Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

Echo der Vielfalt

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Die Fachtagung "Demenz und Migration" ist auf großes Interesse gestoßen

Am 27. November 2018 fand die Fachtagung „Demenz und Migration – Vergessen in der zweiten Heimat“ im Dietrich-Keuning-Haus mit  Fachvorträgen  und Podiumsdiskussion statt.  Die Fachtagung wurde in Kooperation mit dem VMDO e.V., Futurum NRW Projekt, Infrado e.V., KI Dortmund, Demenz-Servicezentrum Region Dortmund, Integrationsrat Dortmund, MIA-DO-KI (MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund) und dem Dietrich-Keuning-Haus organisiert.

Die Fachtagung richtete sich an professionelle aus der Altenhilfe, Ehrenamtliche und Interessierte aus Städten/Kommunen und MSOs teilgenommen. Für viele Migrantinnen und Migranten ist Dortmund und Deutschland die Wahlheimat auch im Alter geblieben. Sie haben hier ihr Arbeitsleben verbracht, Familien gegründet und sind Großeltern geworden.  Mit der signifikanten Zunahme älterer Menschen mit Migrationsgeschichte nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz unter der Gruppe der Zugewanderten zu.

Frau Dr. Capanoglu, Infrado e.V., hat die Fachtagung eröffnet. Frau Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund, betonte  in ihrem Grußwort, dass es angesichts der Altersstruktur und der zunehmenden Zahl an alternden Migranten, inbesondere bei Menschen mit Demenz, wichtig sei, dass ihre kulturelle Identität von anderen geachtet werde. Diese gäbe ihnen eine stärkere Orientierung und Sicherheit. Wichtig sei hierbei auch, dass die Individualität berücksichtigt werde.

Frau Altundal –Köse, VMDO e.V.  ist in ihrer Rede auf die vielfätige Arbeit des VMDO e.V.  in dem Seniorenbereich  eingegangen. Frau Brigitte Heller von Demenz-Servicezentrum Region Dortmund berichtete, dass sie sehr die interkulturelle Arbeit im Seniorenbereich unterstütze und daher die Schulung von Ehrenamtlichen türkischen Frauen maßgeblich organisiert habe.

Anhand von zwei Vorträgen wurden 2 Perspektiven durchleuchtet. Dipl-Psychologin Ümran Sema Seven von der Abteilung  Medizinische Psychologie an der Uniklinik Köln forscht in der AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund.  In ihrem Vortrag lag der Schwerpunkt darin, dass bei der Diagnose von demenziellen Syndromen bei Menschen mit Migrationshintergrund neue Methoden/Instrumente angewandt werden müsse, um überhaupt eine richtige Diagnose bei dieser Gruppe aufstellen zu können.  Nach ihren Studien wird die Zahl der Migranten 2030 eine beachtliche Zahl einnehmen und wird mit ca. 2,86 Millionen geschätzt.

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut für Soziologie, ging in seinem Vortrag stärker auf den menschlichen Aspekt der Demenz ein.  Er brachte den Gedanken auf, dass bei Demenz „nach anderen Antworten gesucht werden soll, als  Demenz nur als eine Krankheit und damit rein als Aufgabe der Medizin und der Pflege zu betrachten. Es sei so für die Gesellschaft einfacher.“  Er plädiert dafür, dass Demenz als eine Alterserscheinung akzeptiert werden müsse. Er kritisierte, dass in der industriellen Zeit, eine Individualisierung und damit einhergehend das Allein-Sein verstärkt vorherrsche.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs waren Frau Sybille Poreda, Seniorenwohnpark Burgholz , Frau Özlem Baycelebi, Betroffene mit an Demenz erkrankter Mutter, Herr Nikolaos Zapros von Home Instead Dortmund und  Frau Dr. Gürsel Capanoglu, Demenz Koordinierungsstelle des VMDO e.V. .

Interessant war die Erfahrung von Frau Sybille Poreda, dass obwohl die Pflege sich mittlerweile darauf eingelassen habe, interkulturell vorzugehen, man nicht sagen könne, dass alles angenommen wird. Die Menschen seien doch viel individueller, als sie gedacht haben.

Özlem Baycelebi erzählte ihre Schwierigkeiten mit ihrer Mutter, die nach dem Schlaganfall und der darauffolgenden Demenz kein Deutsch mehr konnte, was die Pflege erschwert hat.  Da Frau Baycelebi kein großes Vertrauen in Alten- bzw. Pflegeheime hatte, hat sie die Pflege ihrer Mutter übernommen.Frau Dr. Gürsel Capanoglu von der  Koordination- und Vermittlungsstelle Häusliche Betreuung für ältere türkische MigrantInnen und Ehrenamtliche  betonte, dass diese Koordinierungsstelle aus einem Bedarf heraus entstanden sei  und damit den Familien und Angehörigen mit Demenz unterstützt werden soll.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass weiterhin Gesprächsbedarf und Austausch wichtig sind, um auf das Altern in der Migration und den Menschen Angebote anzubieten.

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